„Black Week – gehen hier bald die Lichter aus?“ Protest-Aktion des Regenbogen-Bewegungskindergarten Freienohl

Es fehlt drastisch an Geld und Personal. Immer häufiger müssen in den Kindergärten in NRW die Betreuungszeiten gekürzt werden – zum Leidwesen der Eltern und Kinder. Aber auch das Personal ist frustriert, Träger fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.

Stephanie Schröder, Träger des Regenbogen Bewegungskindergarten: „Gerade für Elternvereine ist es, unter diesen Bedingungen, eine riesige Herausforderung den Kindergartenbetrieb zu managen. Das geringe Budget, fehlendes Personal, die Ansprüche der Eltern und des Teams und der immer größer werdende Verwaltungsaufwand. All dies nach Feierabend im Ehrenamt zu stemmen ist eine echte Mammutaufgabe. Wir wünschen uns mehr Unterstützung, sowohl finanziell als auch in Form von Anerkennung und Wertschätzung.“

Mit einem Protestmarsch, in Warnwesten und mit Trillerpfeifen, haben sich die Erzieher*innen und Kinder des Regenbogen Bewegungskindergarten am Freitag, 14.06., auf den Weg zum Ortskern gemacht, um auf diese prekäre Situation aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wurden Unterschriften gesammelt für die Aktion „Black Week“ der Freien Wohlfahrtspflege NRW.

„Unter den jetzigen Voraussetzungen können wir unserem Bildungsauftrag nicht mehr gerecht werden“, so Sonja Decker, Leiterin des Kindergartens. „Uns fehlt es an einer auskömmlichen Finanzierung – vor allem für ausreichend Personal. Sämtliche Extraausgaben für die Anschaffung von Spielzeug, digitalen Geräten oder Spielplatz-Ausstattung können wir nur über Spenden oder Gewinnaktionen finanzieren. Es besteht die Gefahr, dass die Kinder in den Kitas immer mehr „verwahrt“ werden anstatt gefördert!“

Die Kleinen haben den Protest mit reichlich Lärm und dem Tragen von Sonnenbrillen unterstützt. Die Brillen stehen symbolisch für dunkle Aussichten, wenn in den Kindergärten „die Lichter ausgehen“. Auch wenn ihnen nicht bewusst sein dürfte, dass sie für ihre Zukunft demonstriert haben, haben sie damit ein wichtiges Signal gesendet. 

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